Über heringsküt

Tell me why!

Tarn-, Arbeits- oder Survivalklamotten... Darauf hatten wir keinen Bock mehr! Überall liest man über urban fishing, und in der Tat sieht man immer mehr Angler mitten in Städten mit Zugang zu Wasser. Angeln ist ein wunderbares Hobby bei dem es um so viel mehr geht als um Fische fangen und sollte unserer Meinung nach in der Gesellschaft auch genau diese Akzeptanz erhalten. Das Angeln, aber auch die Angler müssen salonfähiger werden, und deswegen raus aus der olivgrünen Ecke.

History repeating

Die Tradition der sogenannten „heringsküt“ geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Genauer im Jahre 1592 n. Chr., als ein isländischer Fischer namens Skafti Hörundson die Idee hatte, Kopfbedeckungen aus Fischhaut zu fertigen. So entstand die erste Mütze aus Heringsleder, nämlich die heringsküt.

Da auf diese Weise die gefangenen Heringe fast vollständig verwertet werden konnten, setzte sich die heringsküt relativ schnell bei isländischen Fischern durch und wurde somit deren Erkennungsmerkmal. Im 18. Jahrhundert waren die Heringsschwärme um Island allerdings so stark dezimiert, dass es immer weniger Herings-Fischer, und somit natürlich auch immer weniger heringsküts gab.

Skafti HörundsonEinziges, erhaltenes Portrait
Patent - Skafti HörundsonOriginalskizze der heringsküt

Diese vergessene Tradition wollen wir nun aber wieder aufleben lassen, und sehen uns ihr verpflichtet. Nach langer Entwicklung und leichter Modernisierung des Schnittmusters freuen wir uns nun sehr, die ersten heringsküts vorstellen zu dürfen. Da wir es für nicht mehr ganz zeitgemäß halten Fische zu häuten, bestehen unsere Mützen nicht aus echter Fischhaut. Der optische Eindruck bleibt erhalten, allerdings bei gleichzeitig deutlich reduzierter Geruchsbelästigung.

Wir arbeiten natürlich fieberhaft an weiteren Varianten bzw. Fischarten, und freuen uns über Anregungen, Lob und Kritik!

Ahoi!

It`s a long way to the top